Damit begannen auf den ersten BAP Platten im inneren Cover immer die Begleittexte, die ich sehr liebte. Ein paar warme Worte. Denn das müssen sie unbedingt auch sein, warm und zugewandt, wenn ich über mein nunmehr zehnjähriges Projekt schreibe: denn ich brauche eine Pause.
Regelmäßige Besucher haben gemerkt, dass die Abstände zwischen den Texten immer größer geworden sind. Dabei liegt es gar nicht daran, dass es nichts mehr zu erzählen gäbe – denn davon gibt es wahrlich genug. In meinem Notizbuch stehen ungefähr einhundert nicht erzählte Ideen, Erinnerungen und angefangene Texte, die nicht zu Ende erzählt sind. Aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Manche von ihnen geben meiner eigenen Meinung nach nicht genügend her. Andere brauchen noch mehr Zeit um zu reifen und wieder andere sind immer noch zu persönlich. Sie erfordern Mut, für den ich ebenfalls noch etwas Zeit brauche. Mit vielen angefangenen Texten tue ich mich schwer, weil sie sich nicht so leicht erzählen lassen, wie ich es hoffte. Gründe gibt es also genug, nicht regelmäßig zu schreiben.
All das sind aber keine Gründe, einfach damit aufzuhören. Das würde ich mir selbst gegenüber auch nie zugeben. Denn nur allzu gerne würde ich mich wie Bukowski mit einer guten Flasche Wein und meiner Schreibmaschine an einen Ort verziehen, wo mich keiner stört und es einfach nur kommen lassen. Aber es ist noch nicht an der Zeit, sich das zu leisten. Andererseits gibt es mit den 327 hier veröffentlichten Beiträgen genug zu tun, weil ich viele davon heute anders schreiben würde. Ich habe damit noch einiges vor.
Das ist also kein Punkt. Höchstens ein Semikolon; eine Pause angesichts des Zeitraums, der Größe des Projekts und der Menge an Texten, die auf dieser Seite stehen. Momentan bereite ich mich auf eine große und entscheidende Veränderung in meinem Leben vor und da passt eine regelmäßige, nebenher entstehende Serie von zweiwöchentlichen Texten einfach nicht rein. Bis es aber hier wieder weiter geht, dürft Ihr weiterhin hier reinschauen: Es wird noch einige Texte von Charles dem Großen geben, die ich hier zitiere – und im kommenden Jahr plane ich ein Tagebuchprojekt mit eindrücklichen Bildern aus meiner zweiten Heimat Costa Rica.
Bis dahin: Bleibt friedlich, redet miteinander und wählt keine Faschisten.
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