Im Auftrag des Herrn

Im Auftrag des Herrn

Ich bin jetzt im Auftrag des Herrn unterwegs. Keine Ahnung, wie der so genau aussieht, der Herr, aber ich hab permanent das Gefühl, ich sollte dafür sorgen, ein bisschen mehr Freude in diese Welt zu streuen, damit es mir selbst gut geht. Die anderen kommen einfach besser drauf, wenn man sie anlächelt. Seitdem ich entdeckte, wie andere auf meine positive Ausstrahlung reagieren und ein Lächeln zurück schenken, fühle ich mich selbst auch viel besser. Die täglichen Dinge fallen mir leichter, was wiederum neue Energien freisetzt, die mir dabei helfen, Veränderungen zu erschaffen. Der Dreisatz ist simpel. Je besser ich mich fühle und je mehr ich ausdrücke, dass ich mit meinem Leben im Einklang bin, je positiver reagieren die anderen und umso leichter fällt es mir wiederum, zu ändern was ich will. Alles ist möglich. Es braucht lediglich das Bewusstsein, seine Veränderungen selbst zu erschaffen. Oder anders ausgedrückt: Fang endlich damit an, Dein Leben zu erschaffen und warte nicht drauf, dass es dich schafft!

Ich fahre täglich mit S- und U-Bahnen, mit Straßenbahn und Bus durch die Hauptstadt. Mindestens die Hälfte der Mitfahrer beschäftigen sich mit ihren Smartphones. Das befreit sie von der Möglichkeit, eine Emotion auszudrücken. Vielleicht tun sie es ja auch gerade deswegen. Wer es nicht tut, sieht in der Regel mühselig und beladen aus. Manche davon auf eine geradezu erschreckend qualvolle Art und Weise. Was treibt die Menschen um, derart unter der Welt und dem Leben zu leiden, dass sie gequält und irgendwie schmerzerfüllt ihr Dasein fristen, um schon am nächsten Tag an gleicher Stelle das gleiche Leid auszudrücken? Wie viel einfacher wäre es, das Unglück aufzuhalten und in Energie zu verwandeln? Es zu verändern und etwas zu erschaffen, was die Qual durch Freude ersetzt? Diese Veränderung bleibt unerreichbar, so lange all die Unglücklichen fest daran glauben, dass sie verloren sind. Wen bringt es voran, wenn das Leben nur noch aus Seufzern, Leid und Mühsal besteht? Den Partner? Die Kollegen? Erleichtert es irgendetwas? Ich würde diesen Menschen gerne ein Experiment vorschlagen. Sie sollten eine Fahrt des Tages damit zu ersetzen, den Blickkontakt mit anderen zu suchen und sie einfach gnadenlos anlächeln, anstatt in ihre Smartphones zu glotzen oder auszuschauen, als ob sie schon morgen das Ende erwartet.

Am Anfang mögen sie sich dabei ganz schön blöd vorkommen. Selbst die Mitfahrer werden mitunter reagieren, als ob es ihnen unangenehm ist. Wenn dieser Punkt überwunden ist, ist es schon geschafft. Das war’s. Von nun an ist die Sache ein Selbstläufer und die selbstbewusste Ausstrahlung wirkt auf jeden Nachbarn, jeden Kollegen, jeden flüchtigen Bekannten, auf alle. Nichts ist attraktiver, als ein fröhlicher Mensch. Mit jedem Kontakt eines Empfängers, der positiv auf das Signal des Senders reagiert, sei es durch ein Lächeln, ein anerkennendes Nicken oder einen kurzen Schwatz, steigt das Selbstwertgefühl. Je mehr Anerkennung, Zuneigung und Feedback von Dritten zurückgegeben wird, desto einfacher wird der Alltag, desto schneller werden Veränderungen möglich, alleine schon deshalb, weil du jetzt selbst daran glaubst. So einfach ist das. Fang morgen damit an!

 

 

 

 

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